In Marburg und International: Gegen die Angriffe auf unsere Zukunft!
Wir sehen im Sommersemester 2026 und in den ersten Monaten dieses Jahres ist schon so viel passiert, was uns besorgt auf unsere Zukunft blicken lässt. Um uns herum sehen wir immer weiter steigende Aggressionen wie die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die Angriffe auf Rojava (Westkurdistan), die Einmischung der USA in Venezuela oder den Genozid in Palästina – die Liste ist lang. Auf den ersten Blick scheint das weit weg, doch die Folgen dieser imperialistischen Politik, die sich immer mehr zuspitzt, betreffen auch uns hier in Marburg.
Krieg, Imperialismus und Sozialabbau – Wie hängt das zusammen?
Bei all diesen Entwicklungen der letzten Zeit zeigt sich immer deutlicher, worum es dabei geht: Länder werden destabilisiert, Ressourcen kontrolliert und Menschenrechte verletzt, um politische Interessen durchzusetzen. Ein Beispiel dafür ist Rojava. Dort versuchen Menschen, eine demokratische Selbstverwaltung aufzubauen, die auf Frauenbefreiung, Gleichberechtigung und Basisdemokratie basiert. Gleichzeitig wird die Region immer wieder durch militärische Angriffe des syrischen und türkischen Staates bedroht. Für viele von uns mit kurdschen oder türkeistämmigen Wurzeln ist das kein abstraktes Thema. Wir sehen, wie Familien, Freunde und ganze Gemeinschaften betroffen sind, wie Lebensräume zerstört und Hoffnungen unterdrückt werden. Und es wird immer deutlicher, dass diese Angriffe nicht grundlos und zusammenhangslos geschehen, wenn sich unsere Bundesregierung durch Waffenlieferungen oder das Relativieren des Angriffs auf Venezuela als „komplex" an diesen Konflikten beteiligt.
Die großflächige Militarisierung, die sich durch unseren Alltag und immer mehr auch durch unsere Uni zieht, wenn wir Bundeswehrwerbung in unseren Ersti-Tüten finden und Forschung für Rüstung statt zivile Zwecke stattfinden soll, geht Hand in Hand mit den Kürzungen und dem Rechtsruck.
Hoch die internationale Solidarität!
Von den Auswirkungen einer Politik, die immer härter durchgreift, um Macht und Einfluss weltweit zu sichern, sind wir also überall in unserem Alltag betroffen. Doch was können wir hier in Marburg und an unserer Uni dagegen tun? Unsere Antwort heißt Solidarität. Allein dieses Jahr waren wir als junge Marburger auf der Straße gegen den völkerrechtswidrigen Angriff auf Venezuela oder die Angriffe auf Rojava, den Iran und Libanon. Wir kommen bei Çiğ Köfte Kochabenden oder bei Gesprächsrunden mit Çay und Baklava, Theaterworkshops oder bei unserem selbstorganisierten Fußballturnier Kicken gegen Kürzungen und Krieg zusammen und zeigen uns hier solidarisch gegen Krieg und Sozialabbau, wo uns die Auswirkungen direkt treffen. Wir treten ein für Frieden, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung der Völker weltweit, sowie vor Ort. Hoch die internationale Solidarität für eine Welt ohne Krieg, ohne Unterdrückung und für eine gerechte Zukunft für alle!
Save the Date! 01.09 – Antikriegstag
Herausgeber: DIDF-Jugend Marburg / Internationaler Jugendverein Marburg